PRESSEMITTEILUNG DER UNIVERSITÄT BREMEN

Zukunftstraum: „Mit grünem Treibstoff fliegen“

Das Advanced Energy Systems Institute (AES) im Fachbereich Produktionstechnik der Universität Bremen wird ein hochrangiges Verbundprojekt in der Energieforschung koordinieren. Gemeinsam mit sechs Partnern soll strombasiertes, grünes Kerosin der Markteinführung angenähert werden.

An dem Projekt „KEROSyN100“ sind neben der Universität Bremen die Industriepartner Chemieanlagenbau Chemnitz GmbH, Raffinerie Heide GmbH und SKL Engineering & Contracting GmbH beteiligt. Wissenschaftspartner sind die TU Bergakademie Freiberg, das DLR – Institut für Vernetzte Energiesysteme e.V. und IKEM – Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität e.V. Ausführende Stelle an der Universität Bremen ist das Advanced Energy Systems Institute mit den beteiligten Fachgebieten Resiliente Energiesysteme und Systemverfahrenstechnik. Zentrales Ziel des Forschungsprojektes ist die Herstellung von umweltfreundlichem, synthetischem Kerosin, auch als strombasierter Kraftstoff bezeichnet.

Was sind strombasierte Kraftstoffe?

Bei strombasierten Kraftstoffen handelt es sich um synthetische Kraftstoffsubstitute, die konventionelles Benzin, Diesel oder Kerosin eins-zu-eins ersetzen können. Zur Herstellung braucht man lediglich Wasser und Kohlenstoffdioxid. Diese Stoffe werden unter Einsatz von Strom in flüssige Kohlenwasserstoffe überführt. In Abhängigkeit von der Kohlenstoffdioxid-Quelle und dem verwendeten Strom-Mix ermöglichen strombasierte Kraftstoffe eine deutliche Reduktion des effektiven Treibhausgasausstoßes im Vergleich zur Nutzung konventioneller Kraftstoffe. Wird Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt und das benötigte Kohlenstoffdioxid der Atmosphäre entnommen, so kann ein quasi-geschlossener CO2-Kreislauf herbeigeführt werden.

„Beitrag zur Abkehr von fossilen Kraftstoffen“

Projektleiter Timo Wassermann vom AES führt aus: „Insbesondere im Flugverkehr haben strombasierte Kraftstoffe das Potenzial, einen großen Beitrag zur Abkehr von fossilen Kraftstoffen und Einsparung von Treibhausgasemissionen zu leisten. Ein Einsatz alternativer Antriebstechnologien, die ohne kohlenwasserstoffbasierte Kraftstoffe auskommen, ist in der Luftfahrt derzeit nicht absehbar.“

KEROSyN100

Der Projektantrag, der den vollen Titel „KEROSyN100: Entwicklung und Demonstration einer dynamischen, effizienten und skalierbaren Prozesskette für strombasiertes Kerosin – Phase 1“ trägt, wird in den nächsten drei Jahren mit 4,2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Das Vorhaben wurde im Rahmen der Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ eingereicht und ist mit der Projektinitiative ENTREE100 der Entwicklungsagentur Region Heide assoziiert. Durch das Zusammenspiel von systemanalytischen Untersuchungen und der Entwicklung einer innovativen Technologie zur Synthese von Kerosin aus Methanol, soll strombasiertes Kerosin einer Markteinführung angenähert werden. Weiterhin wird im Projekt das Basic Engineering für eine maßgeschneiderte Demonstrationsanlage am Standort der Raffinerie Heide erarbeitet. Dabei spielt die Windenergieerzeugung im Umkreis der Raffinerie eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird eine Nutzung der Windenergie angestrebt, die aufgrund von Netzengpässen und fehlender Flexibilität im System derzeit abgeregelt wird und damit verloren geht.

Fragen beantwortet:

Timo Wassermann
Advanced Energy Systems Institute
Fachbereich Produktionstechnik
Universität Bremen
Tel: +49 421-218-64897
E-Mail: timo.wassermann@uni-bremen.de

Posted by
Sponsoring der Seglerin Lena Weißkichel

Sponsoring der Seglerin Lena Weißkichel

Seit 2016 sponsoren wir die Seglerin Lena Weißkichel auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2024.

Review der Saison 2017

Nachdem ich mich den Winter über fitnesstechnisch gut verbessern konnte, legten wir im März auf Mallorca wieder mit dem Segeln los. Dann ging es Schlag auf Schlag. Ich segelte zum ersten Mal in meinem Leben durch die Teilnahme an den Eurosaf Championcups bei den Erwachsenen mit. Zwar waren die Ergebnisse dort nicht so berauschend, aber ich habe eine Menge gelernt. Auch bei den beiden Europacups in Frankreich und Deutschland fielen die Ergebnisse nicht so aus wie ich es mir vorgestellt hatte, aber vor allem der letztgenannte Europacup war sehr lehrreich für die darauffolgenden Weltmeisterschaften.

Die Under 21 Worlds in Nieuwpoort waren mein erstes internationales Juniorenevent und liefen echt gut. Viele sehr gute Momente und einige tolle Rennen, in denen ich mich mit der Weltspitze wirklich messen konnte, aber auch noch jede Menge „Baustellen“ führten am Ende zu Platz 27. Mein Ziel, die erste Hälfte zu erreichen, hatte ich damit geschafft! Wenn ich  aber sehe, wo ich zwischendurch stand, weiß ich dass da noch mehr geht!

Genau das wollte ich bei den Jugendweltmeisterschaften, die fast direkt im Anschluss in Medemblik stattfanden, zeigen. So ganz schaffte ich das nicht. Schwache, drehende Winde zum Beginn der Regatta machten es mir schwer, in den Wettkampf zu finden. Und auch als dann stärkerer Wind kam, gelang es mir nicht so richtig, meinen Rhythmus zu finden.

Das Fazit: Es war eine sehr lehrreiche Saison, das merke ich vor allem jetzt im Training und meine Trainer und der Stützpunktleiter sind super zufrieden mit meinen Ergebnissen bei den Saisonhöhepunkten. Das und das Wissen und die Erfahrungen, die ich dieses Jahr gesammelt habe, sind eine super Basis, um nächstes Jahr wieder erfolgreich angreifen zu können!

Posted by in Aktuelles